LSD “Bad trip” Was tun, wenn ein Trip scheisse reinkommt?  Was hilft? Grundsätzlich dem Konsumenten Liebe und Verständnis schenken, das ist es schon, aber was bedeutet dies? 1. Einen Trip nur unter äussersten Umständen mit anderen Medikamenten unterbrechen. Der Trip muss, wann immer möglich, ohne weitere chemische Hilfsmittel durchlebt werden. (Dr. Stanislav Grov spricht von 2 chemischen Abbrüchen in ca. 3500 LSD Sitzungen.) Das zeigt sicher, dass man nicht leichtfertig zu einer anderen, zweiten chemischen Keule greift, nur weil man schon mit der ersten überfordert ist. Falls man einen LSD-Konsumenten unter Wirkung von LSD in die Psychiatrie einweist wird er meistens falsch behandelt. Man gibt ihm einfach Beruhigungsmittel. Auch dort gilt: Wenn nur irgendwie möglich keine zweite Substanz. Das Personal darauf hinweisen, auch als Laie! Der LSD Trip ist grundsätzlich ein Erkenntnisprozess für den Konsumenten, der einen Menschen, je nach Offenheit und Dosierung, mit allen Fragen und Antworten, welche es im Leben eines Menschen geben kann, konfrontieren kann, was letztlich auch unangenehme Seiten, oder sogar der psychologische Tod zur Folge haben kann. -> Egotod, Auflösung des Ego's. Das ist ganz normal für LSD in hohen Dosierungen und das EGO setzt sich nachher auch wieder zusammen, das ist ein normaler Prozess unter LSD. (Dosierungen von ca. 300-2000 Mikrogramm) Ausserdem besteht die Gefahr, dass man auf dem begonnenen Trip hängen bleibt, wenn man diesen chemisch unterbricht. Dieses "Hängen bleiben" hat nichts damit zu tun, dass man nachher geistesgestört wäre, wie das in einigen Köpfen umhergeistert, sondern, dass man einfach an dem Punkt stehen bleibt, wo man auf dem Trip war, als er unterbrochen wurde. Dieser Zustand kann das Verhalten eines Menschen mehrere Monate beeinflussen, theoretisch so lange, bis es erledigt und verarbeitet wird. Darum wird ev. ein zweiter Trip in psychotherapeutischer Begleitung nötig, um den 1. Trip abzuschliessen und zu Ende zu bringen. Also wann immer möglich nicht chemisch eingreifen, sondern den Trip durchstehen. (Die schrägen Trips sind eh die besten und fürs Leben am lehrreichsten!) 2. Reizüberflutung vermeiden und damit sind alle Reize gemeint, auch emotionale. Daran denken, dass auch ein für uns angenehmer Zustand für den Konsumenten überflutend sein kann. Den Konsumenten an einen ruhigen, friedlichen Ort bringen, möglichst fern von technisierten Geräuschen. 3. Eine oder mehrere Personen, zu welcher der Konsument vertrauen hat sind zu empfehlen. (Nicht zu viele Personen und in der Nähe des Konsumenten nicht ängstlich über den Zustand des Konsumenten sprechen.) Der Konsument sollte nicht weiter verängstigt werden. Zu sagen, es käme alles gut, ist sicher von Vorteil. Gut und positiv zureden! Es nutzt aber nicht, wenn man es nur sagt, und das nicht meint. In diesem Zustand merkt das der Konsument. Es ist also ganz wichtig, dass die anwesende Person AUTHENTISCH POSITIV UND BERUHIGEND sein kann. 4. Gut ist, wenn ein Mann und eine Frau beim Konsumenten sind, denen er vertraut. 5. Den Konsumenten sich möglichst ausleben lassen, auch wenn das schwierig wird. So lange der Konsument aber nicht Selbst- oder Fremdgefährdend ist/wird, ihn möglichst machen lassen. Sogar aktiv fragen, was er glaube, dass er/man machen müsse, dass es ihm besser geht. (Z.B. wenn jemand aufgestaute Aggressionen hat, dann soll er doch auf den Boden oder einen Baum einschlagen, schreien usw.) Auch wenn dies für die Aussenstehenden "komisch" aussieht, sollte man den berauschten Konsumenten sich ausleben lassen, das wird ihn letztlich zur Ruhe bringen. Ausgesprochene Dinge des Konsumenten nicht persönlich nehmen, diese haben mit der Gefühlswelt des Konsumenten zu tun, nicht mit Dir persönlich. Negativausdrücke nicht zurück geben, positiv denken und liebevoll handeln. 6. Fruchtsäfte und trinken allgemein sind sicher nicht schlecht, helfen bzw. wirken aber kaum direkt auf die Intensität des LSD Rausches. 7. Bewusst andere friedliche Umgebung oder Personen suchen und wählen, ev. Ablenkung probieren. Unter LSD gibt es Synästhesien und jetzt zur Musik. Wenn jemand z.B. gerade Klänge fühlen kann, dann verursachen dunkle bedrohliche Klänge auch ein solches Gefühl im Konsumenten. Melodien oder z.B. hohe Klänge würden dann im Konsumenten fröhliche oder Glücksgefühle auslösen. Daher ist oder wäre es nicht verwunderlich, dass unter dem Einfluss von LSD an einer Dark Psy Party mehr (negative) psychische Zusammenbrüche passieren (können). Das hat aber nichts mit der Musik oder ihrer Absicht zu tun. Mit einer düsteren Geigenmelodie kann man dasselbe erreichen. Das muss aber auch nicht jeder so erleben, dass dunkle Töne als schlecht erlebt werden und hohe Töne als gut. Jemand kann das auch genau umgekehrt oder sonst irgendwie vermischt wahrnehmen. Wie und was jemand wahrnimmt, das kann nur sie/er selbst sagen und ausdrücken. (Vielleicht könnte bei einem bad trip melodischer, fröhlicher trance helfen, oder fröhlicher feiner Frauengesang wie z.B. von Sophie Zelmani?)