LSD Wirkung Du willst Dich auf einen LSD Trip begeben?  Mit LSD kann man grundsätzlich in verschiedene Schichten und Tiefen der menschlichen Psyche gelangen. Dr. Stanislav Grov und eigentlich generell die gesamte therapeutische Gemeinschaft unterteilt folgende durch LSD erlebbare Ebenen: 1. Ästhetische Ebene; Dosis ca. 25-100 Mikrogramm LSD  Das Empfinden der äusserlichen Reize ist generell gesteigert. Die Psyche wird nicht tiefschürfend berührt und es kommen auch nicht viel unbewusste Erlebnisinhalte in das Denken. Der Trip verläuft meist "positiv" und wenig tiefschürfend. Hier passieren die "normalen" und wohl an Parties zumeist angestrebten Trips. 2. Psychodynamische Ebene; Dosis ca. 100-300 Mikrogramm LSD  1. Ebene im Beginn und beim Zurückkehren aus dem Trip. Dazwischen wird eine andere Tiefe in der Psyche erreicht, in der auch verdrängte und unbewusste Erlebnisinhalte in das Denken und Fühlen kommen können. Das können gute und schlechte Erlebnisse sein. Je nach Tiefe des Rausches können auch leichte Depersonalisationserscheinungen auftreten, was den meisten Personen ziemlich Angst macht, wenn sie nicht wissen, dass es das gibt. Es treten Synästhesien auf. (Klänge können gefühlt, Gefühle können gesehen werden. Diese Verwechslungen können alle Sinne betreffen, man kann z.B. auch rot fühlen usw.) 3. Transpersonale Ebene; Dosis ca. 300-2000 Mikrogramm LSD  1. und 2. Ebene im Beginn und beim Zurückkehren aus dem Trip. Dazwischen wird eine andere Tiefe in der Psyche erreicht, welche mit der Auflösung des Ego's und Einheitsgefühlen mit anderen Persönlichkeiten, Gott oder dem Universum enden kann. Alles und Eins zu sein, das kann einem da passieren. Oder z.B. mit dem Boden oder sonst was zu verschmelzen. Die Grenze von Subjekt zu Objekt löst sich auf. Auch mit Klang oder Bild, Geschmack zu verschmelzen ist normal. Bzw. es endet nicht so, es gibt einfach kein höher erlebtes Erlebnis, als selbst Gott oder das Universum zu sein. Bevor es aber so weit ist, steht man vor der Aufgabe des Sterbens. Dies spielt sich nur psychologisch ab, auch wenn es für den Konsumenten selbst als reales Sterben erlebt wird und auch von Aussen so interpretiert werden kann, stirbt man nicht wirklich real. D.h. der Konsument macht für sich einen realen Tod durch, mit all seinen Auseinandersetzungen im Prozess des Sterbens, die man auch im Leben hat, wenn einem der Tod begegnet. Dann "stirbt" man und dahinter verbirgt sich die Wiedergeburt. -> Erleuchtung! Im Tode ist man immer allein, da kann dir keiner helfen, und man ist immer der Einzige, der geht. Da hilft einem keine vertrauenswürdige Person, das ist auch unter LSD so. Wie du also merkst, möchte man sich vielleicht an einer Party in die erste Ebene knallen und dann gehts auch darüber hinaus und dann ist man davon überfordert. Dazu reicht schon die 2. Ebene und dann gibt es da noch eine 3. Ebene, voll mit natürlichen Ängsten des Menschen. Stell dir z.B. vor, jemand wurde z.B. vergewaltigt und in der 2. psychodynamischen Ebene kommen all diese Erinnerungen wieder, als ob sie niemals verarbeitet wurden. Eine solche Person macht faktisch eine zweite Vergewaltigung durch und das ist kein leichtes Brot. Oder man wurde z.B. vom Vater geschlagen usw, das kann alles wieder ins Bewusstsein und ins Fühlen kommen. LSD wird in der Psychotherapie als Katalysator benutzt, um eben verdrängte und unbearbeitete Erlebnisinhalte eines Patienten, wieder ins bewusste Denken zu holen. Es gibt mehrere, aber eigentlich zwei bevorzugte Therapievarianten mit LSD. 1. Psycholytische Psychotherapie; Man versucht bewusst die psychodynamische Ebene zu erreichen, also ca. 100-300 Mikrogramm LSD. 2. Psychedelische Psychotehrapie; Man versucht bewusst die transpersonale Ebene und die Ego Auflösung, ein Peak Experience zu erreichen, also ca. 300-2000 Mikrogramm LSD. Wenn man also die Grenze zur 2. Ebene überschreitet, erlebt man ev. einen "Bad Trip" und dies kann viele Gesichter haben. Wie geht man mit einem “Bad Trip” um? (Informationen z.T. aus “LSD-Psychotherapie” von Stanislav Grov)